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Pluck vs Honeydew: Wer holt mehr aus einem Kochvideo?

Pluck Team 6 Min. Lesezeit
Vergleiche Rezepte-Apps honeydew video

Honeydew verdient Aufmerksamkeit. Die App ist jung, sie hat wie Pluck verstanden, dass KI beim Rezeptesammeln etwas zu suchen hat, sie sieht gut aus, sie läuft auf iOS und Android, und die Gratisnutzung ist anständig bemessen. Wer sich gerade durch die besten Rezepte-Apps klickt, stolpert unweigerlich über sie.

Nur ist „nutzt KI” eine sehr weite Aussage. Wie tief diese KI reicht – was sie tatsächlich sehen, hören und verstehen kann – unterscheidet sich zwischen zwei Apps erheblich. Genau da wird der Vergleich interessant.

Was Honeydew gut macht

Ehre, wem Ehre gebührt:

  • Sauberes, modernes Design: Honeydew sieht gut aus. Die Oberfläche ist ruhig, das Rezept lässt sich beim Kochen gut lesen. Das wirkt wie eine App von 2026 und nicht wie eine von 2015 mit frischer Farbe.
  • Vollständig offline: Gespeicherte Rezepte sind ohne Netz da. Das zählt in Küchen mit dünnem WLAN oder im Ferienhaus. Pluck kann das ebenso, es ist also eine gemeinsame Stärke und kein Unterschied.
  • Webseiten per KI: Bei normalen Foodblog-Adressen macht Honeydews Clipper eine ordentliche Figur, mit und ohne Rezept-Markup. Damit liegt er vor den reinen HTML-Scrapern wie Paprika.
  • Günstig: Die Premiumstufe kostet $4.99 im Monat, die Gratisnutzung deckt den Anfang ab. Plucks Gratisstufe ist ebenfalls großzügig, die Abos liegen bei $6.99 (Plus) und $11.99 (Pro) im Monat.
  • iOS und Android: kein Ökosystemzwang. 2026 sollte das selbstverständlich sein, ist es aber nicht bei allen.

Kommen deine Rezepte im Wesentlichen von Foodblogs, ist Honeydew eine kompetente Wahl. Nur kommen die Rezepte der meisten Leute eben längst woanders her.

Wo die Lücke aufgeht

Der Unterschied zeigt sich in dem Moment, in dem du die Webadresse verlässt und dorthin gehst, wo Rezepte heute wirklich gefunden werden.

Soziale Netzwerke

Honeydew unterstützt bei Instagram nur textbasierte Beiträge: das klassische Bild mit Bildunterschrift. Reels gehen nicht. Stories gehen nicht. Da Reels inzwischen den Rezeptteil von Instagram beherrschen, ist das ein großer blinder Fleck.

Pluck deckt Beiträge, Reels und Stories ab. Das Reel mit der Freitagspasta? Pluck holt das Rezept heraus, Honeydew kommt nicht daran.

Auf TikTok liest Honeydew ausschließlich die Bildunterschrift. Das Video selbst bleibt unangetastet – und dort steht bei TikTok nun einmal das Rezept. Pluck sieht sich das Video an und schreibt den Ton mit.

Facebook? Wird gar nicht unterstützt. Keine Beiträge, keine Gruppen, keine Reels. Pluck kann alle drei, und Facebook-Gruppen bleiben eine der ergiebigsten Rezeptquellen überhaupt.

Bei YouTube das gleiche Muster: Honeydew nimmt Untertitel und Beschreibung, Pluck sieht die Bilder und hört den Ton – also genau das, was in keiner Textspur auftaucht.

KI-Kochassistent

Pluck bringt in Plus und Pro einen Assistenten mit, der das Rezept kennt, das du gerade kochst: Ersatzzutaten, Mengen umrechnen, Handgriffe erklären, Zeiten anpassen. Die Antworten beziehen sich auf dein Rezept und nicht auf das Internet im Allgemeinen.

Honeydew hat so etwas nicht. Die App verwahrt Rezepte. Pluck verwahrt sie und hilft beim Kochen.

Fotos und Bilder

Honeydew hat eine einfache Texterkennung für Fotos und liest sauber gesetzte Vorlagen. Plucks Bilderkennung geht weiter: handgeschriebene Rezeptkarten, Kochbuchseiten, Screenshots aus dem Messenger, das abfotografierte Rezept vom Zeitungsrand. Der Unterschied ist der zwischen „lässt sich das sauber erkennen” und „versteht die KI, was auf dem Bild passiert”.

Die Funktionen nebeneinander

FunktionPluckHoneydew
WebseitenPer KIPer KI
Instagram-BeiträgeJaNur Textbeiträge
Instagram ReelsJaNein
Instagram StoriesJaNein
TikTokSieht Video, hört TonNur Bildunterschrift
FacebookBeiträge, Gruppen, ReelsNein
YouTubeSieht Video, hört TonNur Untertitel
VideoanalyseMultimodal (Bild und Ton)Nur Textdaten
Rezepte aus FotosKI-BilderkennungEinfache Texterkennung
KI-KochassistentJa (Plus/Pro)Nein
OfflineJaJa
PlattformeniOS, AndroidiOS, Android
GratisnutzungJaJa
PremiumpreisPlus $6.99/Monat, Pro $11.99/Monat$4.99/Monat

Der eigentliche Unterschied: das Video

Das ist die größte Lücke zwischen den beiden Apps, und sie lohnt einen genaueren Blick.

Fügst du bei Honeydew die Adresse eines Kochvideos ein, liest die App die Textdaten dazu: Titel, Beschreibung, Bildunterschrift und bei YouTube die automatischen Untertitel. Daraus baut die KI ein Rezept.

Das funktioniert, wenn die Person das Rezept ausgeschrieben hat. Es fällt in sich zusammen, wenn nicht – und bei TikTok ist genau das der Normalfall.

Fügst du dieselbe Adresse bei Pluck ein, macht die KI drei Dinge:

  1. Einzelbilder herausgreifen und Zutatenlisten, Mengen und Arbeitsschritte erfassen, die im Bild stehen
  2. Den Ton mitschreiben und gesprochene Anweisungen, Mengen und Zeitangaben aufnehmen
  3. Beides zusammenführen, also Gezeigtes und Gesagtes gegeneinander abgleichen

Denk an ein TikTok, in dem jemand beim Rühren sagt „so zwei Esslöffel Gochujang”, während die Bildunterschrift nur lautet: „diese Soße hat mein Leben verändert”. Honeydew bekommt eine Soße, die ein Leben verändert hat. Pluck bekommt Gochujang, zwei Esslöffel, und den Rest des Rezepts dazu.

Oder ein YouTube-Video, in dem bei Sekunde 15 kurz eine Tafel mit allen Zutaten erscheint und der Rest die Technik zeigt. Honeydew ist auf die Beschreibung angewiesen. Pluck greift die Tafel als Bild ab und hört zu.

Honeydew liest, was über dem Video steht. Pluck sieht das Video an. Bei Leuten, die ihre Rezepte gewissenhaft in die Beschreibung tippen, ist der Abstand klein. Bei allen anderen ist er riesig.

Wer nimmt was?

Nimm Honeydew, wenn:

  • deine Rezepte vor allem von Foodblogs und Webseiten kommen
  • du selten etwas aus Reels, TikTok oder Facebook speicherst
  • du keinen Assistenten beim Kochen brauchst
  • der Preis entscheidet und $4.99 im Monat deine Grenze ist

Nimm Pluck, wenn:

  • du Rezepte auf Instagram, TikTok, YouTube oder Facebook findest
  • die KI wirklich zusehen und zuhören soll
  • du Fotos, Screenshots oder handgeschriebene Karten digitalisieren willst
  • du beim Kochen einen Assistenten nutzen würdest
  • du eine App willst, die jede Quelle abdeckt und keine Lücken lässt

Honeydew hat richtig gewettet: KI gehört in eine Rezepte-App. Aber KI auf Textdaten und KI auf Bild, Ton und Foto sind zwei verschiedene Ausbaustufen. Kommen deine Rezepte überwiegend aus sozialen Netzwerken und Videos – und 2026 tun sie das bei den meisten –, macht die Tiefe einen spürbaren Unterschied.

Weitere Gegenüberstellungen: Pluck vs Flavorish und Pluck vs ReciMe. Wo Honeydew im Gesamtfeld steht, zeigt die Rangliste beste Rezepte-App mit KI. Kurz zusammengefasst steht das Ganze auf der Seite Honeydew-Alternative.


Pluck gibt es für iOS und Android. Bei Google Play laden. Auch für iOS. Auf unserer Roadmap (auf Englisch) steht, was als Nächstes ansteht.

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Pluck Team

Wir sind ein kleines Team aus Hobbyköchinnen, Hobbyköchen und Entwicklern und bauen die Rezept-App, die wir selbst immer wollten. Wir schreiben über das Speichern von Rezepten, Extraktion per KI und schlaueres Kochen.

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