Rezepte mit vorhandenen Zutaten: Was kann ich kochen? Frag deine eigene Rezeptbox
18:40 Uhr. Im Kühlschrank liegen eine halbe Tüte Spinat, zwei Eier, ein Stück Feta, eine Zitrone, dazu ein Glas Kichererbsen im Schrank. Jetzt tippt fast jeder dieselbe Frage ins Handy: Was kann ich mit dem kochen, was da ist? Die übliche Antwort ist eine Suchmaschine für Rezepte mit vorhandenen Zutaten, die dir 400 Vorschläge von Fremden ausspuckt – und die meisten verlangen ein frisches Kraut, das du gerade nicht hast.
Dabei gibt es einen besseren Ort zum Suchen: die Rezepte, die du längst gespeichert hast. Du hast sie gespeichert, weil sie dich angesprochen haben, weil sie zu deiner Art zu kochen passen, und viele stammen von Leuten, denen du vertraust. Das Problem: Sie liegen in TikTok-Favoriten, Instagram-Sammlungen und deiner Galerie, und dort durchsucht sie niemand nach Zutaten. Dieser Ratgeber zeigt, wie du das änderst.
Warum Zutatensuchen im Netz nicht ganz passen
Zutatensuchen auf Webseiten und in Apps sind nützlich, haben aber drei gemeinsame Schwächen:
- Sie durchsuchen die Datenbank von jemand anderem. Du bekommst, was die Seite zufällig gesammelt hat, nicht die Rezepte, die du selbst schon kochen wolltest.
- „Mit deinen Zutaten“ heißt oft „mit einer davon“. Ein Rezept, das deine Eier verwendet, aber zusätzlich Sahne, Schalotten und Estragon braucht, ist kein Abendessen für heute.
- Basiszutaten verfälschen die Zählung. Fast jedes Rezept braucht Salz, Pfeffer und Öl. Zählt die Suche diese als fehlend, rutschen gute Treffer nach unten. Zählt sie sie gar nicht, übersiehst du womöglich genau das eine, was dir ausgegangen ist.
Was du eigentlich willst, ist eine Rangliste deiner Rezepte: zuerst die, die du sofort kochen kannst, dann die, denen ein oder zwei Dinge fehlen.
Schritt 1: Deine gespeicherten Rezepte durchsuchbar machen
Eine Suche nach Zutaten braucht Zutatenlisten. Ein TikTok, dessen Mengen nur im gesprochenen Kommentar vorkommen, hat keine – jedenfalls nicht, bis jemand Text daraus macht.
Genau das erledigt Pluck. Teile ein TikTok, ein Instagram Reel, ein YouTube-Video, einen Facebook-Beitrag oder eine Rezeptseite an Pluck, oder fotografiere eine Kochbuchseite oder eine handgeschriebene Karte. Die KI macht daraus ein strukturiertes Rezept mit Zutatenliste. Was dabei im Hintergrund passiert, erklärt unser Beitrag Kann KI wirklich Rezepte aus Videos holen?.
Kommst du von einer anderen Rezepte-App, musst du nicht bei null anfangen: Pluck importiert deine kompletten Rezepte aus Paprika, Mela, Crouton, CopyMeThat oder einer JSON-LD-Rezeptdatei. Wie das geht, steht in unserem Ratgeber zum Wechsel der Rezepte-App.
Schritt 2: „Was kann ich kochen?“ fragen
Tippe in der Rezeptbox auf Was kann ich kochen? und gib ein, was du da hast. Beim Tippen schlägt Pluck dir Zutaten aus deinen eigenen Rezepten vor, und bevor du überhaupt etwas eingibst, zeigt es dir die, die in deinen Rezepten am häufigsten vorkommen.
Dann sortiert Pluck deine Rezeptbox danach, wie viel von jedem Rezept du abdecken kannst:
- Sofort kochbar. Rezepte, für die du alles hast. Die stehen ganz oben.
- Es fehlen 1 oder 2. Bei jedem Treffer steht, was fehlt, zum Beispiel „Es fehlen 2: Kreuzkümmel, rote Zwiebel“. So entscheidest du in einer Sekunde, ob du etwas ersetzt oder doch kurz zum Laden gehst.
- Verwendet N deiner Zutaten. Passt nichts perfekt, zeigt Pluck dir die Rezepte, die am nächsten dran sind, statt eines leeren Bildschirms.
Vorratsbasics ignorieren ist standardmäßig eingeschaltet, Salz, Pfeffer, Öl und Wasser zählen also nicht als fehlend. Schalte es aus, wenn du nicht sicher bist, ob noch alles da ist. Deine Zutaten merkt sich Pluck bis zum nächsten Mal, du musst die Grundausstattung also nicht jedes Mal neu eintippen.
„Was kann ich kochen?“ ist in jedem Pluck-Tarif kostenlos und unbegrenzt, auch in der Gratis-Version.
Schritt 3: Kochen – und das Rezept nützlich halten
Hast du dich entschieden, tippst du auf Kochen starten. Der Kochmodus führt dich Schritt für Schritt in großer Schrift durchs Rezept und hält den Bildschirm wach. Fehlt dir eine Zutat und du willst tauschen, ist in den Bezahlplänen der KI-Kochassistent dabei. Frag „Kann ich hier Spinat statt Grünkohl nehmen?“, und du bekommst eine Antwort für genau dieses Rezept. Die Änderung kannst du in deine gespeicherte Fassung übernehmen.
Ein paar Gewohnheiten machen die Zutatensuche mit jeder Woche besser:
- Beim Speichern die Zutatenliste prüfen. Die Suche findet nur, was auf der Liste steht. Hat die Creatorin den Knoblauch nur nebenbei erwähnt, sieh nach, ob er mit drin ist.
- Auch die langweiligen Rezepte speichern. Die Klassiker für unter der Woche – Bratkartoffeln, Frittata, Nudelauflauf – sind genau das, was eine Zutatensuche am Donnerstagabend hervorholen sollte.
- Resteverwertung bündeln. Eine Rezeptgruppe namens „Kühlschrank leer machen“ gibt dir eine kurze Liste, die du zuerst ausprobierst.
Warum das Lebensmittelverschwendung verringert
Was zu Hause im Müll landet, sind meist völlig gute Zutaten, für die es keinen Plan gab: das halbe Bund Koriander, die letzten zwei Zucchini. Wer eine Datenbank fremder Rezepte durchsucht, behandelt das als Entdeckungsproblem. Wer die eigene Rezeptbox durchsucht, behandelt es als Entscheidung – und Entscheidungen gehen schneller. Du weißt ja schon, dass dir diese Rezepte schmecken, und ungefähr, wie lange sie dauern.
Kombiniere das mit dem Essensplan: Plane drei, vier Abendessen fest, und an den freien Abenden verwertet „Was kann ich kochen?“, was übrig ist.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Angenommen, im Kühlschrank liegen Spinat, Eier, Feta, eine Zitrone und Kichererbsen. Mit eingeschaltetem „Vorratsbasics ignorieren“ könnte eine Rezeptbox mit rund 80 gespeicherten Rezepten Folgendes liefern:
| Rezept | Ergebnis |
|---|---|
| Spinat-Feta-Frittata | Sofort kochbar |
| Knusprige Kichererbsen mit Zitronenjoghurt | Es fehlt 1: griechischer Joghurt |
| Spanakopita aus der Pfanne | Es fehlt 1: Filoteig |
| Shakshuka | Es fehlen 2: Tomaten, Zwiebel |
Die Frittata ist das Abendessen. Das Kichererbsen-Rezept kommt für später in der Woche auf die Einkaufsliste.
Und wenn man einfach den Kühlschrank abfotografiert?
Fünf Zutaten einzutippen dauert etwa fünfzehn Sekunden. Die Kamera auf den Kühlschrank zu richten, geht noch schneller. Tippe in „Was kann ich kochen?“ auf Zutaten scannen und fotografier den Kühlschrank oder den Vorratsschrank: Pluck erkennt, was da ist, und füllt die Suche für dich aus. Was falsch erkannt wurde, entfernst du mit einem Tipp.
Passt keins deiner gespeicherten Rezepte, kann Pluck aus dem, was du da hast, ein neues erstellen. Es ist als von KI erstellt gekennzeichnet, du weißt also immer, welche Rezepte von einer Creatorin oder einem Creator stammen und welche von der App. Das Erstellen zählt als eine deiner monatlichen Extraktionen.
Der Foto-Scan ist pro Monat begrenzt (1 in der Gratis-Version, 5 mit Light, 50 mit Plus, 100 mit Pro). Die getippte Suche bleibt kostenlos und unbegrenzt. Die ganze Anleitung steht in Kühlschrank fotografieren, Rezepte bekommen.
Kurz gesagt
Die beste Antwort auf „Was kann ich mit dem kochen, was da ist?“ sind Rezepte, die du ohnehin schon kochen wolltest. Hol sie aus den Social-Media-Feeds in eine durchsuchbare Rezeptbox und such dort nach Zutaten. An den meisten Abenden findest du etwas, ohne das Internet überhaupt zu bemühen.
Pluck gibt es für iOS und Android. Bei Google Play laden oder im App Store. Neu bei Pluck? Am besten fängst du mit So funktioniert Pluck an.
Pluck Team
Wir sind ein kleines Team aus Hobbyköchinnen, Hobbyköchen und Entwicklern und bauen die Rezept-App, die wir selbst immer wollten. Wir schreiben über das Speichern von Rezepten, Extraktion per KI und schlaueres Kochen.
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