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Rezepte-App wechseln, ohne ein einziges Rezept abzutippen

Pluck Team Aktualisiert am 12. Oktober 2026 7 Min. Lesezeit
Ratgeber Import Rezepte-Apps Umzug

Der wichtigste Grund, warum Leute bei einer Rezepte-App bleiben, aus der sie längst herausgewachsen sind, sind die Rezepte darin. Hunderte davon, jahrelang gesammelte Randnotizen und die Angst, alles neu abtippen zu müssen. Die gute Nachricht, wenn du die Rezepte-App wechseln willst: Abtippen musst du so gut wie nie. Die meisten etablierten Rezepte-Apps exportieren deinen kompletten Bestand in eine Datei, und eine gute neue App liest diese Datei in einem Durchgang ein.

Dieser Ratgeber zeigt, wie du aus den gängigsten Apps exportierst, wie der Import in Pluck funktioniert, was dabei mitkommt und was nicht – und was du abhaken solltest, bevor du irgendetwas deinstallierst.

Warum Leute 2026 die Rezepte-App wechseln

Die Apps, die Leute verlassen, sind meist gut in dem, wofür sie gebaut wurden: Rezepte von Foodblogs übernehmen. Geändert hat sich, woher die Rezepte kommen. Ein großer Teil dessen, was heute gekocht wird, beginnt als TikTok, Instagram Reel oder YouTube Short, und dort wird das Rezept im Off gesprochen oder kurz eingeblendet, statt auf einer Webseite zu stehen. Ein Clipper, der Webseiten liest, oder ein Import, der nur die Bildunterschrift auswertet, liefert dann ein halbes Rezept.

Die üblichen Gründe für den Wechsel sind deshalb:

  • Rezepte aus Social Media und Videos. Du willst das TikTok als vollständiges Rezept speichern, nicht als Lesezeichen oder als Kopie der Bildunterschrift. Inzwischen importieren mehrere Apps Social-Media-Beiträge, viele lesen aber nur die Bildunterschrift oder Bildunterschrift und Tonspur. Pluck liest zusätzlich die Videobilder und eingeblendeten Text. Mehr dazu in Wie KI Kochvideos liest.
  • Android oder eine zweite Plattform. Mela gibt es nur für Apple-Geräte, und in vielen Haushalten liegen iPhone und Android nebeneinander auf dem Küchentisch.
  • Ein zeitgemäßer Ablauf beim Kochen. Ein Kochmodus mit Timern pro Schritt, ein Essensplan, eine nach Abteilungen sortierte Einkaufsliste und ein KI-Assistent, der dir für das Rezept vor deiner Nase beantwortet, was du statt Buttermilch nehmen kannst.

Bist du noch unentschlossen, findest du die Vergleichstabellen in unserem Vergleich der besten Rezepte-Apps. Dieser Beitrag geht davon aus, dass die Entscheidung gefallen ist und du umziehen willst.

Schritt 1: Aus deiner bisherigen App exportieren

Jede App hat ihr eigenes Exportformat. Diese hier liest Pluck direkt:

VonExportdateiWo du sie findest
Paprika.paprikarecipes (oder einzeln .paprikarecipe)Desktop: Datei → Exportieren → Paprika-Rezeptformat. Mobil: Einstellungen → Export
Mela.melarecipes (oder einzeln .melarecipe)Rezepte oder eine Kategorie auswählen → Teilen/Exportieren
Crouton.crumb (JSON)Rezept oder Sammlung → Teilen → als Crouton-Datei exportieren
CopyMeThat.zip (HTML + Bilder)Auf der Webseite: Account → Export recipes
Alles andere.json mit schema.org-Rezeptdaten (JSON-LD)Viele Apps und Webseiten exportieren oder veröffentlichen dieses Standardformat

Menübezeichnungen ändern sich von Version zu Version und je nach eingestellter Sprache. Heißt ein Eintrag etwas anders, such in den Einstellungen oder im Teilen-Menü der App nach „Export“. Für die zwei häufigsten Umzüge gibt es eigene Schritt-für-Schritt-Anleitungen: Paprika-Rezepte exportieren und Mela-Rezepte exportieren.

Tipp: Exportiere nach Möglichkeit alles in eine einzige Datei. Eine Datei heißt ein Import, und du kannst leichter prüfen, ob die Anzahl der Rezepte stimmt.

Schritt 2: In Pluck importieren

  1. Bring die Exportdatei aufs Handy: per AirDrop, als Mail an dich selbst oder über iCloud Drive bzw. Google Drive.
  2. Öffne Pluck und melde dich an. Importe landen in deinem Konto, sind also gesichert und auf jedem Gerät verfügbar, auf dem du angemeldet bist.
  3. Geh zu Einstellungen → Daten → Rezepte importieren, wähl die App, von der du kommst, und dann die Datei.
  4. Pluck liest die Datei, zeigt dir, wie viele Rezepte es gefunden hat, und importiert sie mit Fortschrittsbalken.

Am Ende bekommst du eine Zusammenfassung: wie viele Rezepte importiert und wie viele übersprungen wurden, jeweils mit Grund. Übersprungen wird ein Rezept etwa, wenn es keinen Titel hat oder du es schon einmal importiert hast. Dieselbe Datei zweimal einzulesen, erzeugt also keine Dubletten.

Der Import verbraucht keine deiner monatlichen KI-Extraktionen. Es wird nichts neu extrahiert, denn in der Datei ist das Rezept bereits strukturiert. Er zählt aber zu deinem Limit an gespeicherten Rezepten: In der Gratis-Version sind es 10, bei Light 50, bei Plus 500 und bei Pro unbegrenzt viele. Enthält deine Datei mehr Rezepte, als Platz ist, sagt Pluck dir das vor dem Import und übernimmt so viele, wie hineinpassen.

Was mitkommt – und was du prüfen solltest

Exportformate sind nicht alle gleich. Deshalb lohnt es sich zu wissen, was den Umzug meistens übersteht:

  • Kommt mit: Titel, Zutatenlisten, Zubereitung, Portionen, Zeiten, Notizen und Quell-Links – soweit die alte App sie in den Export gepackt hat.
  • Danach prüfen: Fotos (manche Exporte lassen lokal gespeicherte Bilder weg oder verkleinern sie) und Kategorien. Viele Apps exportieren Kategorien als einfache Bezeichnungen. Nutze sie, um deine Ordnung in Pluck als Gruppen oder Tags wieder aufzubauen. Unser Ratgeber Rezepte organisieren schlägt eine Struktur vor, die auf Dauer trägt.
  • Kommt nicht mit: app-eigene Extras wie der Verlauf eines alten Essensplans oder ein Vorratsinventar. Die liegen in der Datenbank der alten App, nicht in ihrem Rezeptexport. Auch wie oft du ein Rezept schon gekocht hast, kommt nicht mit: Plucks Kochtagebuch fängt an zu zählen, wenn du das Rezept hier zum ersten Mal kochst.

Mach eine Stichprobe mit fünf Rezepten, die du gut kennst: eins mit Foto, eins mit langen Notizen, eins mit Zutatenabschnitten („Für die Soße“), eins, das du stark bearbeitet hast, und dein ältestes.

Schritt 3: Die neue App zu deiner machen

Der Import bringt deine Rezepte rüber. Mit ein paar Minuten Einrichtung fühlt sich der Wechsel auch abgeschlossen an:

  • Die wichtigsten Gruppen anlegen. „Schnelle Feierabendküche“, „Backen“, „Mamas Rezepte“. In der Gratis-Version gibt es 3 Gruppen, mit einem Bezahlplan unbegrenzt viele.
  • „Was kann ich kochen?“ ausprobieren. Importierte Rezepte lassen sich sofort nach Zutaten durchsuchen, und dabei tauchen oft Rezepte auf, die du längst vergessen hattest. Tipp ein, was du im Haus hast, oder mach ein Foto von deinem Kühlschrank und lass den Vorratsscan die Zutaten für dich auflisten (ein Scan im Monat in der Gratis-Version, mehr mit einem Bezahlplan). Mehr dazu in Rezepte mit vorhandenen Zutaten.
  • Eine Woche planen. Leg drei importierte Lieblingsrezepte in den Essensplan und erstelle daraus eine Einkaufsliste, oder lass dir mit Plus oder Pro von „Woche füllen“ aus deinen importierten Rezepten eine Woche vorschlagen, die du dann prüfst. So lernst du die neue App am schnellsten kennen.
  • Ein neues Rezept aus Social Media speichern. Teile ein TikTok oder Reel an Pluck und vergleiche das Ergebnis mit dem, was deine alte App aus demselben Video gemacht hat. Manche Apps behalten nur die Bildunterschrift; Pluck liest auch das Video.

Bevor du die alte App löschst

  • Die Exportdatei aufheben. Leg sie an einem sicheren Ort ab, etwa in einem Cloud-Speicher. Sie ist dein Backup in einem Format, das auch andere Apps lesen.
  • Prüfen, worauf du verzichten würdest. Pluck läuft auf iOS- und Android-Handys, hat keine Web- oder Desktop-App und zeigt keine Nährwerte an. Deine Rezeptbox und dein Essensplan sind persönlich und gehören zu deinem Konto; teilen kannst du eine Einkaufsliste und einzelne Rezepte per Link.
  • Abos prüfen. Ein Abo kündigst du in den Einstellungen von App Store oder Google Play – das Löschen der App beendet es nicht.
  • Eine Woche installiert lassen. Fehlt doch etwas, ist ein einzelnes Rezept schneller neu exportiert als aus dem Gedächtnis rekonstruiert.

Pluck exportiert deine Rezepte übrigens auch, du bist also auch hier nirgends eingesperrt.

Deine App hat gar keinen Export?

Manche Apps bieten überhaupt keinen Export oder nur einen als PDF. Abtippen musst du trotzdem nicht:

  • Rezepte, die ursprünglich von einer Webseite stammen: Teile den Original-Link an Pluck, und das Rezept wird neu extrahiert.
  • Rezepte, die du selbst eingegeben oder aus einem Kochbuch abgeschrieben hast: Mach von jedem einen Screenshot oder ein Foto und lass Pluck es scannen. Das klappt auch mit handgeschriebenen Karten.

Das dauert länger als ein Dateiimport, aber eben ein paar Sekunden pro Rezept statt fünf Minuten Tipparbeit.


Pluck gibt es für iOS und Android. Bei Google Play laden oder im App Store. Hängst du beim Import fest? Die häufigsten Fragen beantwortet unsere Hilfe & FAQ.

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Pluck Team

Wir sind ein kleines Team aus Hobbyköchinnen, Hobbyköchen und Entwicklern und bauen die Rezept-App, die wir selbst immer wollten. Wir schreiben über das Speichern von Rezepten, Extraktion per KI und schlaueres Kochen.

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